Naturgarten Langenau

Was wir vom "Vorbild Wildnis" für Landschaft und Garten lernen können

Als private Initiative gestalten wir seit 2012 ein mehrfach ausgezeichnetes Naturgarten-Projekt in Langenau bei Ulm. Wir schaffen Lebensräume für über 1.000 Arten und teilen unsere Erfahrungen und Resultate in Blog, Gartenführungen und Vorträgen.

 - Eure Familie Zwirner -

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Blog

Aktuelle Beiträge

von Oli Zwirner 11. Mai 2026
Fund-Igel brauchen manchmal eine neue Heimat, weil sie an ihrem Ort nicht ausgewildert werden können. Wenn Sie einen naturnahen Garten mit durchlässigen Zäunen haben, in verkehrsarmer Gegend leben und Ihre Nachbarn auf Tellersensen und nächtlichem Mähroboterbetrieb verzichten, Teiche eine Ausstiegshilfe haben, Ihre Nachbarn igelfreundlich und tierlieb sind und Sie Lust haben, ganzjährig zuzufüttern, dann könnte sich ein Igel bei euch pudelwohl fühlen! Helft uns, das Wildtier des Jahres 2024 zu bewahren! Wenn ihr einen geeigneten Garten im Umkreis um Biberach / Ulm für die Auswilderung von Igeln habt, meldet euch bei Dr. Bettina Fieber, Igelspezialistin beim NABU Riss-Umlach: Dr. Bettina Fieber, NABU Riss-Umlach Email: hallo-gartenigel@gmx.de Bei Notfällen von kranken und verletzten Igeln fuft bitte bitte umgehend die Notfallnummer des Igelhilfevereins e.V. an: Igelhilfeverein Notrufnummer: 01590 67 200 03 Im Netzwerk des Igelhilfevereins arbeiten fachlich kompetente Igelpfleger, die eng mit auf Igel spezialisierten Tierärzten kooperieren. Ihnen entstehen persönlich keine Kosten. Der Igel wird nach seiner Genesung auf Wunsch wieder an Sie zurück gegeben, um wieder in seinem vertrauten Garten zu leben. Mehr Infos: Igel in Not - was tun? Wann liegt ein Notfall bei Igeln vor? Checkliste Bei Tagaktivität! Und bei Aktivität im Winter, gleich zu welcher Tageszeit Verletzungen, Humpeln, Torkeln, häufiges Husten, löchriges, zu großes oder auffälliges Stachelkleid Abmagerung, eingefallenen Flanken, wurstförmiges Aussehen, sichtbarer Hungerknick im Nacken Atemprobleme, häufiges Husten, schlitzförmige oder geschlossene Augen, Igel liegt auf der SeiteLiegen in der Sonne oder längerem Liegen an einer Stelle oder Igel wird von Fliegen angeflogen Nest wird ab November zerstört oder Aufstören des Igels im Winter: Er kann sich kein neues Nest mehr bauen! Zu geringes Gewicht: Igel unter 350g Anfang Oktober, unter 550-600g ab Ende Oktober Altigel sollten mind. 900 - 1500g, Jungigel sollten mind. 650g wiegen! Die Körperform sollte apfelförmig sein! Igelberatung Der beste Igelschutz ist es, das Lebensumfeld der Igel in unseren Gärten zu verbessern. Was kann ich tun, um Igel in meinen Garten einzuladen? Was brauchen Igel, um sich in meinem Garten wohl zu fühlen? Wie kann ich die Gefahren für Igel und andere Kleintiere in meinem Garten beseitigen? Woran erkenne ich, dass Igel Hilfe brauchen? Die Lebensbedingungen des Wildtiers Igel kann jeder verbessern, indem wir unsere Gärten und die Bereiche rund um das Haus so naturnah wie möglich gestalten und damit die Artenvielfalt zu steigern sowie manches unterlassen! Denn der Igel kommt erst in unsere Gärten, wenn Insekten und andere Kleintiere wie Eichhörnchen und Gartenschläfer sich wohl fühlen. Tipps für den Igelschutz Viele Tipps für den Igelschutz sind auch gut für alle Tiere im Garten: Keine Anpflanzung von exotischen Ziergewächsen, insektenfreundliche Büsche und Sträucher pflanzen Blumeninseln bieten Insekten Nahrung, Igeln ein Jagdrevier und sehen attraktiv aus Hecken bieten Verstecke für Nahrungstiere wie Käfer, Spinnen und den Igeln selbst Kein Gift (Schneckenkorn u.a.) anwenden, denn sie töten die Lebensgrundlage der Igel und vergiften sie Laub auf den Beeten unter den Hecken nicht wegräumen, es dient Igeln als Nestpolsterung Rasen an mehreren Stellen wachsen lassen, hier jagt der Igel nachts Die Notwendigkeit der Anwendung von Geräten wie Mährobotern, Rasentrimmern etc. prüfen Alle zu mähenden Bereiche vorher gründlich! absuchen und nur tagsüber mähen Wasserschalen für Insekten, Vögel und Igel ganzjährig aufstellen Treppen zu Kellern und Lichtschächte mit Netzen sichern Pools und Gartenteiche sichern oder eine flache Ausstiegsmöglichkeit schaffen Unordentliche Ecken, Ast-Laubhaufen von Oktober bis April sowie Juli bis September nicht aufräumen Totholzhaufen, Ast-Laub-Haufen, Komposthaufen für Insekten und Kleintiere wie Igel anlegen Einen Zugang zu Komposthaufen für Igel schaffen, dort leben seine Nahrungstiere wie Käfer und Larven Freie Durchgänge zu anderen Gärten schaffen, damit sie ein ausreichend großes Revier haben Winterschlaf bitte nicht stören: Gartenarbeiten im Winter von November bis April lassen Igel aufwachen Winterschlafnester oder Laubhaufen im Winter in Ruhe lassen: Aufgestörte Igel sind Notfälle! s.u. Ideal: Fleischreiches (60%), getreideloses Katzentrockenfutter regengeschützt aufstellen (Igel-Futterhaus oä.) Kranke und verletzte Igel oder mutterlose Igelbabys sofort sichern (40 cm hoher Karton) - Igelnotruf anrufen! Der Igel sollte nur dann gesichert werden, wenn er wirklich hilfebedürftig ist. Siehe Checkliste unten! KEIN Flohspray oder andere Präparate verabreichen! Dies könnte den Tod des Igels zur Folge haben! Mehr Tipps in unserer Broschüre unten! Ist euer Garten geeignet für Igel? Dann meldet euch bei Bettina Fieber (Kontakt siehe oben)! * Quelle, auszugsweise: https://www.nabu-riss-umlach.de/projekte/igelberatung/
von Oli Zwirner 13. April 2026
Vorbild Wildnis – Wie kann ein Truppenübungsplatz artenreicher sein als ein Nationalpark wie der Bayerische Wald? In seinem Live-Vortrag nimmt euch Oliver mit auf eine Entdeckungsreise durch die Natur. Stop! Was ist denn Natur eigentlich? Anhand visueller Beispiele vermittelt er einen fundierten Überblick über zentrale Konzepte des Naturschutzes – von Koevolution bis zur Störungsökologie. Auf anschauliche Weise führt euch Oliver durch unterschiedliche Landschaften – von Wäldern und Nationalparks bis hin zu überraschenden Naturoasen wie Truppenübungsplätzen und Naturgärten. Ihr bekommt so ein unmittelbares Verständnis für Biodiversität und deren Erhaltung. Ein Schwerpunkt liegt darauf, hartnäckige Mythen zu hinterfragen. Einige überraschende Erkenntnisse sind dabei garantiert: Wie definieren wir Natur? Führt verwildern lassen allein zu echter Wildnis? Wo sind menschliche Eingriffe sinnvoll – und wo kontraproduktiv? Wie artenreich sind deutsche Wälder wirklich? Wie groß ist der Rolle der Blühpflanzen tatsächlich? Und einiges mehr. Den Abschluss bildet eine einfache Formel mit der jeder selbst etwas zur Artenvielfalt beitragen kann. Sei es im Garten, in der Landschaft oder im Revier. Oliver berichtet auch, wie er selbst dabei vorgeht. Für wen? Naturbegeisterte aller Wissensstufen – von Anfängern bis zum Experten Wann? Mittwoch, 22.04.2026 | 19:00 Uhr Wo? Einsteinhaus, Club Orange, Kornhauspl. 5, 89073 Ulm (Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich)  Alle Infos auch auf der Website der vh ulm
von Oli Zwirner 1. April 2026
Die Stiftung für Mensch und Umwelt freut sich auf Beiträge von Privatleuten, Schulen, Kommunen, Unternehmen und ihren Teams Berlin, 01.04.2026. Der bundesweite Deutschland summt!-Pflanzwettbewerb startet heute in seine elfte Runde. Ab sofort sind Menschen in ganz Deutschland eingeladen, ihre Flächen naturnah zu gestalten und Lebensräume für Wildbienen und andere Insekten zu schaffen. Insekten sind die Grundlage für vielfältige Lebensräume. Der Wettbewerb zeigt, wie viel sich schon mit kleinen Veränderungen erreichen lässt. Heimische Stauden und Wildblumen, Kräuter, Totholz, offene Bodenstellen oder kleine Sandbereiche bieten Nahrung und Nistmöglichkeiten für zahlreiche Insektenarten. Gleichzeitig entstehen Orte, an denen Natur direkt erlebt werden kann. Teilnehmen, so geht’s: Interessierte laden ihren Beitrag ab 1. April (bis spätestens 31. Juli 2026) auf der Wettbewerbsplattform hoch: https://wettbewerb.wir-tun-was-fuer-bienen.de/ Noch ein persönliches Anliegen: Seit 2024 bin ich beim Deutschland summt Pflanzwettbewerb in der Hauptjury. Ich freue mich daher ganz persönlich über möglichst viele tolle Projekte. Macht mit! Bild: Auenschenkelbienen, Naturgarten Langenau
von Oli Zwirner 10. März 2026
Die Stiftung für Mensch und Umwelt hat mich mit ihrem Newesletter auf eine spannende Studie aufmerksam gemacht: The hidden multitrophic diversity of specialized grass-shoot insects von Teja Tscharntke, Peter Batáry und Stefan Vidal (2026). Die Studie zeigt, wie viel bisher übersehene Biodiversität in unseren Wiesen steckt. Die Forschenden haben die in Grassprossen lebenden Herbivoren-Parasitoiden-Gemeinschaften von zehn mehrjährigen und fünf einjährigen Grasarten analysiert, die in Deutschland reichlich vorkommen. Dazu öffneten sie tausende trockene Halme, um die darin lebenden Insekten zu bestimmen. Während in den mehrjährigen Grasarten durchschnittlich über 40 Insektenarten gefunden wurden, waren die einjährigen Grasarten so gut wie nicht besiedelt. Entscheidend für die Artenvielfalt war auch die Halmlänge: Je länger der Halm, desto größer die Artenvielfalt. Viele dieser Arten sind auf dauerhaft vorhandene Strukturen angewiesen und reagieren empfindlich auf häufiges Mähen oder intensive Beweidung. Aus der Studie lassen nach m.M. sich folgende Empfehlungen ableiten: Lasst Gräser auch mal überjährig stehen. Mäht spät und weniger. Duldet Flächen, die auch mehrere Jahre ungemäht bleiben dürfen. Quellen: Stiftung für Mensch und Umwelt, Newsletter vom 10.03.2026 Zur Studie: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1439179126000046
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Top-Themen

Unser Projekt „Naturgarten Langenau“

Naturgarten Langenau Ulm

Wir gestalten seit 2012 einen 3.100 qm ehemaligen Maisacker am Ortsrand von Langenau (Baden-Württemberg) naturnah.


Heute wachsen hier v.a. heimische Wildpflanzen. Sonnige Wiesenstücke, Totholz, Teiche, Reisig und Trockenmauern bieten vielfältige Lebensräume und Nahrung für Insekten, Vögel, Eidechsen und Igel.


Der Effekt? Die Artenvielfalt nimmt nachweisbar jedes Jahr zu!

Naturgarten Langenau 2013
Naturgarten Langenau 2022

Unser Projekt besteht aus drei Teilen, die Hand in Hand gehen:


  1. Wir setzen Maßnahmen für die Artenvielfalt in die Praxis um.
  2. Wir messen die Wirksamkeit u.a. mittels Insekten-Monitoring und Fotodokumentation. Hierzu arbeiten hier mit einem Expertennetzwerk zusammen.
  3. Wir teilen unsere Erfahrungen und Beobachtungen über unsere Website, Blog, Instagram, Gartenführungen und Vorträge.

Auszeichnungen und Preise

Naturgarten Langenau - Auszeichnungen

Landesnaturschutzpreis 2024

Auszeichnung der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg: "Einsatz mit Elan - Menschen für Naturschutz begeistern"


Deutschland summt! 2023

Platz 1 bei Deutschland summt! 2023. In der Kategorie Bestehende Naturgärten konnten wird die Expertenjury überzeugen.


Deutschland summt! 2022

Platz 1 beim bundesweiten Wettbewerb Deutschland summt! 2022 in der Kategorie Bestehende Naturgärten


TGTA Insektenschutz-Challenge 2022

Gewinner der "Tausende Gärten - Tausende Arten“" (TGTA) Insektenschutz-Challenge 2022.


Burda #beebetter-Award 2022

Ausgezeichnet mit dem 2. Platz beim bundesweiten #beebetter-Award 2022 der Burda Verlagsgruppe in der Kategorie Private Initiativen


33. Zwiefalter Naturfonds Wettbewerb

Gewinner des 33. Zwiefalter Klosterbräu Naturfonds Wettbewerbs 2021/22. Seit 1989 werden ehrenamtliche Umweltinitiativen von einer unabhängigen Fachjury bewertet und prämiert.


Deutschland summt! 2021

Platz 2 beim bundesweiten Wettbewerb Deutschland summt! 2022 in der Kategorie Bestehende Naturgärten


Prämierung Tausende Gärten - Tausende Arten

Prämierung im Rahmen der Kampagne Tausende Gärten – Tausende Arten (TGTA) 2020 -2025 des Bundesprogramms Biologische Vielfalt mit 105 von 120 Punkten als "Grüne Oase".

Unsere Motivation: 17.000.000 Gärten

Naturschutzgebiete in Deutschland

Intensive Bewirtschaftung, Pestizide und sinnloses Ausräumen unserer Landschaften dezimieren Wildpflanzen und Kleintiere radikal. Dazu kommen noch der Verlust von innerörtlichem Grün, zunehmende bauliche Verdichtung sowie Gärten mit sterilem Rasen und exotischer Bepflanzung. Heftig, oder?

 

Wir können aber etwas tun: Die 17 Millionen Gärten in Deutschland entsprechen laut NABU der Fläche aller unserer Naturschutzgebiete. Wenn jeder Garten (und Balkon) einen kleinen Beitrag zur Artenvielfalt leistet, dann wird das Wirkung zeigen!


Unsere Motivation ist ein Potential von 17 Millionen Gärten. Seid dabei und bringt Natur in euren Garten, wir zeigen euch wie.


Karte: © Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2015 - Naturschutzgebiete in Deutschland

Fotogalerie - Unsere Fauna

Veränderliche Widderchen
Sperber im Naturgarten Langenau
Zauneidechsen im Naturgarten Langenau

Wir haben in unserem Naturgarten über 1.000 Arten (Flora und Fauna, Stand: August 2025) mit Bild dokumentiert und bestimmt. Nahezu alle Beobachtungen sind in iNaturalist dokumentiert. Den größten Teil der Arten machen Insekten mit 664 Arten aus, gefolgt von den überwiegend heimischen Pflanzen mit 231 Arten und den Spinnentieren mit 43 Arten. Dazu kommen 33 Vogelarten, 12 Schneckenarten und weitere Tiere wie Reptilien, Amphibien und Kleinsäuger.


Eine Auswahl unserer Fotos veröffentlichen wir regelmäßig unten in unserer Fotogalerie. Übrigens: Alle Fotos sind (soweit nicht anders vermerkt) in unserem Garten entstanden. Das aktuelle Inventar an Arten findet ihr auf unserem iNaturalist-Projekt.


Für eine größere Ansicht einfach auf ein Bild klicken ...


Unsere Biotopelemente

Naturgarten Langenau Übersichtsplan
Naturgarten Langenau - Mahdkonzept

1. Eigenes Mahdkonzept

Um die Artenvielfalt weiter zu fördern, wenden wir für unsere Wiesenbereiche seit 2022 ein eigenes, diversifiziertes Mahdkonzept an. Dieses beinhaltet für verschiedene Teile schonende Mahd im Herbst, Lichtstellung im Juli, Beweidungssimulation über die Vegetationszeit und überjähriges Stehenlassen.

Naturgarten Langenau - Flachwasserteich

2. Flachwassertteich

Im Frühjahr 2023 haben wir einen Lichtteich nach dem „NABU-Leitfaden Pflanzengesellschaften von Flachwassergartenteichen“ von Dr. Hans-Christoph Vahle gebaut. Nun wimmelt es hier schon von Wasserläufern, Bergmolchen und Grasfröschen. Der Teich misst etwa 8 x 3 Meter.

Naturgarten Langenau - Wildblumen

3. Wildblumenwiesen

Wir haben auf zwei jeweils ca. 15 Meter langen Streifen die Grasnarbe entfernt und mit Kalksteinschotter ordentlich abgemagert. Darauf haben wir eine gebietsheimische Wildblumenmischung ausgesät (Natternkopf, Lichtnelke, Wilde Karde, Skabiose, Wilde Möhre, Acker-Glockenblume, Königskerze etc.). Zur Themenseite "Heimische Wildpflanzen"

Naturgarten Langenau - Totholz

4. Lebensraum Totholz

Wir haben etliche Tonnen Totholz im Garten, ein Großteil befindet sich an einem großen Totholzplatz. Hier finden Zauneidechsen Unterschlupf, Wildbienen und Hornissen Baumaterial und viele Insektenarten Lebensraum im weichen Holz. Auch die große Holzbiene bekommt hier ihren Nachwuchs. Zur Themenseite "Totholz"

Naturgarten Langenau - Wechselfeuchtes Biotop

5. Wechselfeuchtes Biotop

Unser wechselfeuchtes Biotop ist aus einem Retentionsbecken entstanden, dass zur Regenwasserversickerung angelegt wurde. Inzwischen wachsen dort auf etwa 150 qm Weiden und Mädesüß. An den Steilwänden nisten Wildbienen, je nach Wasserstand kommen Rückenschwimmer, Teichläufer und Wasserläufer zu Besuch.

Naturgarten Langenau - Sandarium

6. Sandarium

Die Mehrzahl unserer heimischen Wildbienen nistet im Boden, viele im Sand. Wir haben daher unseren Naturgarten um ein Sandarium, erweitert. Das Sandarium ist über 50 cm tief und mit ungewaschenem, pappigen Feinsand gefüllt. Inzwischen ist der Sand bei Wildbienen und Grabwespen recht beliebt, wie die vielen Nisteingänge bezeugen.

Naturgarten Langenau - Trockenmauern

7. Trockenmauern

Lisa hat an verschiedenen Stellen Trockenmauern errichtet. Die Steine speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts wieder ab. Teilweise werden sie auch von Eidechsen besiedelt. Unter den Steinen verstecken sich Molche, Tausendfüßler, Spinnen und andere scheue Lebewesen. 

Naturgarten Langenau - Reisighaufen

8. Reisighaufen

Unser Reisighaufen ist eigentlich kein Haufen mehr, sondern ein kleiner Berg. Dafür bietet er Unterschlupf für Igel und Brutmöglichkeiten für etliche Vogelarten. Allerdings sind die Nester so gut versteckt, dass man zur Brutzeit zwar regelmäßig Jungvögel hört, sie aber nicht zu sehen bekommt. Zur Themenseite "Totholz"

Naturgarten Langenau - Kleinteiche

9. Kleinteiche

Wir haben vier Kleinteiche im Garten. Auf den Seerosenblättern oder den Wasserlinsen lassen sich Insekten beim Trinken beobachten. In den Teichen leben Wasserflöhe, Wasserschnecken, Libellen- und Köcherfliegenlarven und Molche. Natürlich gibt es "Ausstiegshilfen“ für ins Wasser gefallene Tiere.

Naturgarten Langenau - Nisthilfen

10. Nisthilfen für Insekten

Im Garten gibt es zwei große Nistwände, die verschieden befüllt sind. Zusätzlich sind rund ums Haus Nistmöglichkeiten vor allem für Wildbienen und Wespen und ein Hornissenkasten angebracht. Für Wildbienen stehen über 12.000 Niströhren zur Verfügung. Zur Themenseite "Wildbienen Nisthilfen"

Naturgarten Langenau - Nisthöhlen

11. Nisthilfen für Vögel

Rund ums Haus und an den Bäumen haben wir aktuell kanpp 40 Nistkästen für verschiedene Vogelarten aufgehängt. Bild oben: Besonders stolz sind wir auf die vier in die Gebäudestruktur unter Dach (zwischen Sparren und Pfette) integrierten Nisthöhlen. 

Naturgarten Langenau - Benjeshecke

12. Benjeshecke

Die ursprüngliche Idee einer Benjeshecke ist, dass Samen durch Vogelkot oder Wind in das Reisig gelangt und dort keimen. Wir sehen sie eher als strukturierten Reisighaufen der Schutz und Lebensraum bietet. Eine Begrünung sehen wir als zweitrangig, zumal nicht vorhersehbar ist welche Samen darin überhaupt keimen.

Naturgarten Langenau - Überjähriges Stehenlassen

13. Überjähriges Stehenlassen

Viele unserer heimischen Insekten überwintern als Larve, Ei oder ausgewachsenes Tier in abgestorbenen Pflanzenstängeln oder Grashalmen. Vögel finden im Winter Nahrung an stehengelassenen Samenständen.

Ein Teil unseres Wiesenbereichs bleibt im Wechsel überjährig als Altgras stehen, unsere Stauden vollständig.

Naturgarten Langenau - heimische Wildsträucher

14. Wildsträucherhecken

Auf insgesamt etwa 200 Meter haben wir Wildsträucherhecken gepflanzt. Diese bestehen u.a. aus Schlehe, Feldahorn, Pfaffenhütchen, Hartriegel, Kornelkirsche, Hagebutte, Sanddorn, Hainbuche und Liguster. Die Hecken bieten etlichen Vogelarten Schutz, Nahrung und Nistmöglichkeiten.

Zur Themenseite "Heimische Wildpflanzen"

Naturgarten Langenau - Fledermausbeet

15. Fledermausbeet

Um eine Baumscheibe herum haben wir ein Beet v.a. mit Nachtkerzen bepflanzt. Die sondern nachts einen Duft ab, der viele nachtaktive Insekten anlockt. Das zieht auch die  Fledermäuse an, die  wir hier im Sommer abends häufig beobachten können. In der Nähe haben wir ein Fledermausquartier aufgehängt.

Naturgarten Langenau - Steinhaufen

16. Steine

Im Garten gibt es mehrere Steinhaufen, die von uns z.T. als Vorrat für geplante Trockenmauern angelegt wurden. Die Steine entstammen dem eigenen Grund und z.T. aus dem Nachbarort. Je nach Besiedelung wird ein Teil davon wahrscheinlich länger an Ort und Stelle verbleiben.

Naturgarten Langenau - Bauerngarten

17. Nutzgarten

Wir haben einen klassischen Bauerngarten mit geschotterten Wegen, Buchsbaum rundherum und einer Rose in der Mitte. Pestizide und Kunstdünger sind tabu. Zwischen den Nutzpflanzen dürfen sich Borretsch und Ringelblumen ausbreiten. In der Blütezeit summen hier tausende Bienen und Hummeln.

Naturgarten Langenau - Kräuterschnecke

18. Kräuterschnecke

Unsere Kräuterschnecke misst etwa 3 Meter im Durchmesser, verfügt über einen Miniteich und ist u.a. bepflanzt mit Salbei, Thymian, Ysop und Minze. Die Hohlräume zwischen den Steinen bieten prima Lebensraum für Molche, Spinnen und Insekten. In der Blüte dient die Kräuterschnecke zudem als Bienen- und Schmetterlingsweide.

Naturgarten Langenau - Offener Erdboden

19. Zugang zu offenem Erdboden

Viele Insekten, aber auch Zauneidechsen, nisten im offenen Erdboden. Darunter etwa 70% der heimischen Wildbienenarten. Außerdem benötigen viele Wildbienen Lehm um ihre Nistgänge zu verschließen. Daher sorgen wir in unserem Naturgarten immer für Stellen mit offenem, unbewachsenen Boden.

Naturgarten Langenau - Blumenschotterrasen

20. Blumenschotterrasen

An unserem Blumenschotterrasen siedeln sich wärmeliebende Pflanzen- und Tierarten an. Die trockentolerante Bepflanzung besteht u.a. aus Sandthymian, Trauben-Skabiose, Heidenelke, Lein, Lavendel und Mauerpfeffer. Alle diese Pflanzen sind wertvolle Pollenspender für zahlreiche Insekten.

Naturgarten Langenau - insektenfreundliche Beluechtung

21. Insektenfreundliches Licht

Wir haben alle Leuchten rund um unser Haus durch insektenfreundliche Beleuchtung ausgetauscht. Wir haben jetzt ein deutlich schwächeres Licht im warmen Farbspektrum (2000 Kelvin). Im Praxistest konnten wir kein einziges Insekt mehr beobachten, welches um die Lichtquelle flog.

Naturgarten Langenau - Brennnesseln

22. Brennnessel-Ecken

Wir haben an mehreren Stellen bewußt Brennnesseln stehen lassen oder etabliert. Etwa 50 verschiedene Schmetterlingsarten legen ihre Eier an Brennnesseln ab. Viele davon, z.B. der Kleine Fuchs, der Admiral oder das Tagpfauenauge, sind auf  Brennnesseln angewiesen und würden ohne sie aussterben.

Naturgarten Langenau - Felsen-Grillplatz

23. Käferkeller

Oben Reisighaufen - unten ein ein Meter tiefer Käferkeller. Hier leben Käfer und ihre Larven in und von Totholz. Zusammen mit Pilzen zersetzen sie das Holz. Auch Tausendfüßler und Asseln finden hier ideale Lebensbedingungen. Zauneidechsen, Vögel und Igel wiederum freuen sich über einen gedeckten Tisch.

Naturgarten Langenau - Fassadenbegrünung

24. Fassadenbegrünung

Wir haben unsere Holzfassade z.T. mit Blauregen begrünt. Obwohl nicht einheimisch, wird der Blauregen in der Blüte von Bienen und Hummeln gut besucht. Auf die Blaue Holzbiene scheint er eine magische Anziehungskraft auszuüben. An der anderen Fassadenseite haben wir Gewöhnliche Waldrebe angepflanzt.

Ratgeber

Ratgeber Heimische Wildpflanzen

Heimische Wildpflanzen

Tipps zum Kauf von heimischen Wildpflanzen, Wissenswertes über Exoten und Zuchtformen, gefüllte Blüten und über invasive Neophyten

Ratgeber Totholz und Reisig

Totholz

Die Bedeutung von Totholz, Wissenswertes über das Leben im und um das Totholz sowie über den Reisighaufen

Ratgeber Wildbienen Nisthilfen

Wildbienen Nisthilfen

Wissenswertes über Wildbienen, Tipps zum

Bau von Nisthilfen, häufige Fehler und fertige "Insektenhotels".

Ratgeber Bücher und Weblinks

Bücher und Links

Unsere Top Quellen zum Thema Naturgarten:

Buchtipps, der NaturGarten e.V. und empfehlenswerte Links

Nutzen für Mensch und Natur

Naturgarten Langenau

Das Bundesamt für Naturschutz fasst kurz und passend zusammen, was (v.a. naturnahe) Gärten für Mensch und Natur leisten:

Gärten dienen der Durchgrünung, Auflockerung und Gliederung von Städten und Dörfern. Als Trittsteine im Biotopverbund sowie als Lebensraum und Nahrungsquelle kommen ihnen wichtige Funktionen für den Artenschutz im Siedlungsraum zu. Zudem tragen Gärten zum Ausgleich des Wasserhaushalts und zur Sicherung der Bodenfunktionen bei und haben positive Wirkungen auf Kleinklima, Frischluftentstehung und -zirkulation.

Bundesamt für Naturschutz, veröffentlicht auf nabu.de

Über uns

Wir sind die Familie Zwirner aus Langenau (Baden-Württemberg), bestehend aus Lisa, Oliver, unseren Kindern Frida und Henry, zwei Hunden, zwei Katzen, einem Pferd und einem Muli. Lisa arbeitet als Steinmetzin und als Pferdetrainerin, Oliver ist Wirtschaftsingenieur und Geschäftsführer bei einem Softwarehersteller sowie Beirat bei den Oldtimerfreunden Langenau. Frida und Henry gehen zur Schule.


Was uns vereint, ist unsere Liebe zur Natur und der Wunsch, unserer Natur etwas zurückzugeben. Wir sind u.a. aktiv in der AG Donaumoos e.V. Langenau, Mitglied im Naturgarten e.V., im Naturnahe Weidelandschaftzen e.V. (NLW), in der Deutschen Gesellschaft für allgemeine und angewandte Entomologie (DGaaE), im BUND und im LBV Landesbund für Vogel- und Naturschutz e.V.

Team Naturgarten Langenau

Fragen? Interesse an einer Gartenführung?


Wir bieten Führungen für Gruppen (idealerweise zwischen 10 - 20 Personen) gerne und kostenlos an: Ihr könnt einen Wunschtermin anfragen oder wir schlagen einen vor. Ihr helft uns danach sehr, wenn ihr uns kurzfristig Rückmeldung geben könnt, da wir unbestätigte Termine nicht lange freihalten können. WICHTIG: Bitte beachtet, dass ein Gartenbesuch ohne vorherige Absprache nicht möglich ist.


Wir freuen uns auf euch! Eure Familie Zwirner. Nutzt das Kontaktformular unten oder schreibt uns einfach eine Mail an: kontakt@naturgarten-langenau.de

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