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185 Arten (!) im Naturgarten Langenau dokumentiert

Im Rahmen der Insektenschutz-Challenge des Projekts „Tausende Gärten – Tausende Arten“ (TGTA) endete der nächste Zählzeitraum vom 16. Juli bis 15. Sept. 2022. Auf Basis der INSA Erhebungsmethodik haben wir alleine in diesem Zeitraum 185 unterschiedliche Insektenarten in unserem Naturgarten erfasst. Natürlich ist das nur ein kleiner Ausschnitt der Realität, denn viele in unserem Naturgarten vorkommenden Arten konnten wir überhaupt nicht sehen– man denke nur an die ganzen nachtaktiven Tiere.


Alle Arten haben wir per Foto dokumentiert und in viel Kleinarbeit bestimmt. Die Ergebnisse stellen wir der "Agentur auf!" zur Verfügung, die mit den Daten und Fotos ein Inventar für die Einschätzung der Insektenvielfalt in Deutschland aufbauen.


Hier sind wieder unsere Ergebnisse:


Titelbild ganz oben: Stahlblauer Grillenjäger, Bild oben: Luzerne-Blattschneiderbiene, beide Naturgarten Langenau


Bienen und Wespen


  1. Spalten-Wollbiene
  2. Schlupfwespe Ambyjoppa fuscipennis
  3. Gewöhnliche Löcherbiene
  4. Blaugrüne Mauerbiene
  5. Steinhummel
  6. Hornisse
  7. Deutsche Wespe
  8. Töpferwespe
  9. Getreideblattwespe
  10. Dunkle Erdhummel
  11. Goldwespe Chrysis ignita
  12. Grabwespe (unbestimmt)
  13. Ackerhummel
  14. Luzerne-Blattschneiderbiene
  15. Brackwespe
  16. Glänzende Natternkopf-Mauerbiene
  17. Sandhummel
  18. Große Erdhummel (wirklich groß)
  19. Gelbbindige Furchenbiene
  20. Stahlblauer Grillenjäger
  21. Gold-Furchenbiene
  22. Schlupfwespe Charops annulipes (kokon)
  23. Schwarze Mörtelbiene
  24. Gallische Feldwespe
  25. Wiesenhummel
  26. Blaue Holzbiene
  27. Tönnchen-Wegwespe
  28. Gewöhnliche Furchenbiene
  29. Blutbiene


Bild: Schachbrett-Marienkäfer, Naturgarten Langenau


Käfer


  1. Veränderlicher Johanniskraut-Blattkäfer
  2. Vierfleckiger Kugelmarienkäfer
  3. Langhaariger Ginster-Blattrüssler
  4. Blattkäfer altica
  5. Variabler Flachmarienkäfer
  6. Gemeiner Ohrwurm
  7. Langrüssliges Stockrosen-Spitzmäuschen
  8. Schwarzer Schneckenjäger
  9. Siebenpunkt-Marienkäfer
  10. Schachbrett-Marienkäfer
  11. 22-Punkt-Marienkäfer
  12. Asiatischer Marienkäfer
  13. Stachelkäfer
  14. Goldglänzender Rosenkäfer
  15. Kaiserlicher Kurzflügler
  16. Gemeiner Scheinbockkäfer
  17. Kratzdistel-Rüssler
  18. Rothalsbock
  19. Picknickkäfer
  20. Ameisensackkäfer
  21. Getreidehähnchen
  22. 14-Punkt-Marienköfer
  23. Rainfarn-Marienkäfer (Larve)
  24. Vierbindiger Schmalbock
  25. Rebenstecher
  26. Behaarter Erdbeersamenlaufkäfer
  27. Blauer Minzen-Blattkäfer
  28. Schwarzer Stachelkäfer


 Bild: Roesels Beißschrecke, Naturgarten Langenau


Kurz- und Langfühlerschrecken


  1. Weißrandiger Grashüpfer
  2. Gemeiner Grashüpfer
  3. Wiesengrashüpfer
  4. Brauner Grashüpfer
  5. Roesels Beißschrecke
  6. Verkannter Grashüpfer
  7. Grünes Heupferd
  8. Südliche Eichenschrecke


Bild: Schwarze Heidelibelle, Naturgarten Langenau


Libellen


  1. Große Heidelibelle
  2. Herbst-Mosaikjungfer
  3. Gemeine Heidelibelle
  4. Gemeine Weidenjungfer
  5. Gemeine Winterlibelle
  6. Schwarze Heidelibelle
  7. Große Pechlibelle
  8. Königslibelle


Bild: Malven-Dickkopffalter, Willi Gaier, Naturgarten Langenau


Tagfalter / Nachtfalter


  1. Veränderliches Rotwidderchen (roter Ring am Hinterleib)
  2. Wanderzünsler
  3. Brauner Waldvogel
  4. Weißstirn-Weißspanner
  5. Taubenschwänzchen
  6. Zitronenfalter
  7. Möhrenzünsler
  8. Kaisermantel
  9. Goldzünsler
  10. Ampfer-Rindeneule Raupe
  11. Distelwickler
  12. Gebüsch-Wintereule
  13. Mondfleckiger Schafgarbenwickler
  14. Gestreifter Grasbär
  15. Weißklee-Gelbling / Goldene Acht
  16. Zimtbär (Raupe)
  17. Pfeileule (Raupe)
  18. Kleines Wiesenvögelchen
  19. Trockenrasen-Halmeulchen
  20. Gestreifter Graszünsler
  21. Kurzschwänziger Bläuling
  22. Ampfer-Wurzelbohrer
  23. Gammaeule
  24. Graubinden-Labkrautspanner
  25. Schwalbenschwanz (Raupe)
  26. Unscheinbarer Graszünsler
  27. Rispengraszünsler
  28. Windengeistchen
  29. Weißer Graszünsler
  30. Samenmotte
  31. Kleiner Kohlweissling
  32. Ampfer-Spanner
  33. Löwenzahn-Wurzelwickler
  34. Dunkler Brennnessel-Wickler
  35. Nesselzünsler
  36. Wegerichzünsler
  37. Tagpfauenauge
  38. Hellbraune Staubeule
  39. Veränderliches Widderchen
  40. Großes Ochsenauge
  41. Grapholita compositella (Wickler)
  42. Schachbrettfalter
  43. Lehmfarbige Graswurzeleule
  44. Admiral
  45. Malven-Dickkopffalter
  46. Hauhechelbläuling


Bild: Rotrückiger Irrwisch, Naturgarten Langenau


Wanzen und Zikaden


  1. Büffelzirpe
  2. Gemeiner Wasserläufer
  3. Gelbsaum-Zierwanze
  4. Beerenwanze
  5. Plink
  6. Lederwanze
  7. Wiesenschaumzikade
  8. Kohlwanze
  9. Glasflügelwanze
  10. Schaufelspornzikade
  11. Kahler Griesel
  12. Erlenschaumzikade
  13. Feuerwanze
  14. Gemeine Zierwanze
  15. Bodenwanze eremocoris fenestratus
  16. Spitzling
  17. Gemeine Waldschabe
  18. Blase Waldschabe
  19. Kurzer Schmalhans
  20. Zimtwanze
  21. Vierfleck-Zierwanze
  22. Gelber Enak
  23. Hellbraune Glasflügelwanze
  24. Glattköpfige Schmalwanze
  25. Rotrückiger Irwisch
  26. Nördliche Fruchtwanze
  27. Getreide Spitzwanze
  28. Ameisensichelwanze (Larve)
  29. Purpurfruchtwanze
  30. Streifenwanze
  31. Grüne Stinkwanze
  32. Gemeine Wiesenwanze


Bild:  Zweifarbige Raupenfliege, Naturgarten Langenau


Fliegen


  1. Wald-Mistbiene
  2. Rotbraune Schneckenfliege
  3. Zweifarbige Raupenfliege
  4. Gemeine Grasschwebfliege
  5. Rotgefleckte Raupenfliege
  6. Hainschwebfliege
  7. Gelbe Dungfliege
  8. Mistbiene
  9. Trauerschweber
  10. Baumwanzen-Fliege
  11. Nowickia ferox
  12. Raupenfliege Cylindromyia brassicaria
  13. Vogelblutfliege
  14. Wiesenschnake
  15. Dungwaffenfliege
  16. Große Sumpfschwebfliege
  17. Mittlere Keilfleckschwebfliege
  18. Gewöhnliche Langbauchschwebfliege
  19. Totenkopf-Schwebfliege
  20. Hornissenschwebfliege



Bild: Dunkle Sichelspringspinne, Naturgarten Langenau


Spinnen


  1. Gemeine Ovalspinne
  2. Dunkle Sichelspringspinne
  3. Laufspinne tibellus oblongus
  4. Gemeine Baldachinspinne
  5. Leopardenspinne
  6. Wespenspinne
  7. Kleine Labyrinthspinne
  8. Gartenkreuzspinne
  9. Wolfspinne pardosa spec.
  10. Große Winkelspinne
  11. Veränderliche Krabbenspinne


Sonstige Arten


  1. Florfliege
  2. Brauner Taghaft
  3. Weberknecht


Schaut auch einmal in unsere Fotogalerie, dort findet ihr einen Ausschnitt der in unserem Naturgarten dokumentierten Artenvielfalt.

von Oli Zwirner 30. März 2025
Gestern war es soweit: Nach einigen Wochen Vorbereitung konnten wir endlich unser Storchennest aufrichten. Kurz nach 11 stand dann das Nest. Keine 2 Stunden später fand die erste Wohnungsbesichtigung statt – Weltrekord. Wir fiebern jetzt dem Tag entgegen, an dem das Nest bebrütet wird. Der Naturgarten ist gut mit Störchen frequentiert und in der Innenstadt werden geeignete Standorte langsam rar. Daher sehen wir gute Chancen, dass das Nest in dieser oder in der nächsten Brutsaison angenommen wird. Wir werden berichten.
von Oli Zwirner 13. März 2025
Wenn wir über Naturgärten sprechen, haben viele Menschen ein buntes Blütenmeer vor Augen, in dem Bienen um die Wette summen und Schmetterlinge von Blume zu Blume flattern. Doch stimmt dieses Bild überhaupt oder haben wir etwas Wichtiges übersehen? Blütenbesucher sind für uns präsenter Die Mehrzahl der Blütenbesucher erreichen die Blüten - für uns Menschen gut sichtbar - im Flug. Allerdings bestehen unsere heimischen Arthropodenarten* nicht nur aus blütenbesuchenden Fluginsekten, sondern überwiegend aus Tieren, die sich von anderen Pflanzenteilen, Pflanzensäften, parasitär oder räuberisch ernähren. Dazu gehören die ganzen Spinnen, Wanzen, Zikaden, Heuschrecken, Tausendfüßer, Laufkäfer, Asseln, Springschwänze und viele mehr. Diese Tiere leben zum Teil in der Wiese versteckt in der Krautschicht, in der Streuschicht oder im Boden und sind für uns meist so gut wie unsichtbar. Titelbild ganz oben: Die Roesels Beißschrecke ernährt sich hauptsächlich von Gräsern; krautige Pflanzen und gelegentlich von kleinere Insekten. Blüten braucht sie direkt nicht.
von Kirstin Segler 3. März 2025
Gastbeitrag: Autorin Kirsten Segler im Interview mit Doris Lerch ... Wer Bienen, Schmetterlingen und anderen faszinierenden Insekten etwas Gutes tun will, muss auf heimische Pflanzen setzen – so weit, so bekannt. Mit Exoten können meist nur wenige Tiere etwas anfangen. Doch auch im direkten Vergleich zwischen Wildformen und ihnen sehr ähnlichen Zuchtvarianten haben die Originale einen viel größeren Nutzen für die Tierwelt. Das zeigte eine Studie der Biologin Doris Lerch von der Technischen Universität Darmstadt.
von Oli Zwirner 1. März 2025
Wann ist die beste Zeit, einen Reisighaufen zu entfernen? Die ganz klare Antwort vorab: eigentlich nie ! In vielen Gärten werden Reisighaufen angelegt und wandern vor dem Winter in den Häcksler. Warum das keine gute Idee ist und wie es besser geht, erfahrt ihr im nachfolgenden Beitrag. Reisig - ein kleines ökologisches Universum Ein Reisighaufen ist ein kleines ökologisches Universum für sich: In der Brutzeit ziehen dort z.B. Rotkehlchen oder Zaunkönig ihre Küken geschützt vor Beutegreifern auf. Eidechsen finden dort Schutz vor Katzen, Rabenkrähen und Elstern. Igel bauen sich im Reisig ein kuschliges Plätzchen für den Winterschlaf. Und alle möglichen Insekten und Spinnen finden darin Schutz, Nistmöglichkeiten, überwintern dort oder leben vom zersetzten Holz, dem Mulm. Reisighaufen haben ganzjährig "Saison" Laut Bundesnaturschutzgesetz ist es ja verboten, in der Vogelbrutzeit vom 01. März bis 30. September Bäume zu fällen und starke Rückschnitte an Gehölzen vorzunehmen. Ein Reisighaufen hat jedoch ganzjährig „Saison“. Entfernt man das Reisig zu früh, schadet man überwinternden Insekten und Igeln. Entfernt man Reisig später, können darin schon Vögel brüten. Es gibt also keinen guten Zeitpunkt, einen Reisighaufen zu entfernen. 
von Oli Zwirner 25. Februar 2025
Mit unserem Projekt „Naturgarten Langenau“ beteiligen wir uns an der Dokumentation der Vielfalt von Tieren und Pflanzen auf iNaturalist. Wir haben einen Großteil der bei uns beobachteten Arten mit Bild und Geodaten auf iNaturalis hochgeladen. Ihr findet uns unter folgendem Link: https://www.inaturalist.org/projects/naturgarten-langenau?tab=species Möglichkeiten auf iNaturalist Mit der iNaturalist (App als auch Webportal) können Beobachtungen mit Foto dokumentiert und bestimmt werden. Die Beobachtungen und die Arten werden einerseits einem Beobachter zugeordnet (also z.B. mir) und können auch einer geografischen Fläche (z.B. unserem Naturgarten Langenau) zugewiesen werden. Das wird in iNaturalist als Sammelprojekt bezeichnet. Ein Sammelprojekt kann übrigens wiederum einem Dachprojekt zugeordnet werden. Aber eins nach dem anderen.
von Oli Zwirner 10. Februar 2025
Vom 6. bis zum 9. Februar fanden wieder die Naturgartentage des Naturgarten e.V. im Kongresszentrum in Hagen statt. Themen waren dieses Jahr u.a. die Entwicklung der Biodiversität im Klimawandel, Klima-Bäume, Dachbegrünung, Kardengewächse im Naturgarten, Nonplusultra-Pflanzen für den Insektengarten, Gartenfauna entdecken und lebendiges Totholz. Dazu kam ein reichhaltiges Workshop-Angebot.
von Oli Zwirner 26. Januar 2025
Die Sonne scheint wieder länger und zwischendurch steigen die Temperaturen. Die Vorfreude auf die kommende Gartensaison verleitet dazu, schon jetzt den Garten wieder aufzuräumen. Stauden schneiden, Laub beseitigen, Rasen mähen und vieles mehr. Ein verständliches Bedürfnis, jedoch aus Sicht des Naturfreunds überhaupt keine gute Idee. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Beitrag. Aufräumen mitverantwortlich für das Insektensterben Viele unserer heimischen Insekten überwintern nämlich bis Mitte Mai (Zikaden bis in den Juni hinein) als Larve, Ei oder ausgewachsenes Insekt in abgestorbenen Pflanzenstängeln, an vertrockneten Grashalmen, in der Erde oder versteckt unter Laub und Reisig. Denn erst ab Mitte Mai finden sie alle ausreichend Nahrung. Wenn nun diese Winterquartiere im Garten (oder auch an Straßen- und Wegrändern) alle frühzeitig abgeschnitten oder aufgeräumt werden, gehen zahlreiche Insekten-Individuen verloren, die nötig wären, um stabile Populationen aufzubauen. Dies ist übrigens einer der weniger bekannten Gründe für den dramatischen Verlust an Naturvielfalt.
von Oli Zwirner 17. Januar 2025
Moderne, energieeffiziente Gebäude sind meist mit einer kontrollierten Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Total sinnvolle Anlagen, denn mit einem solchen Lüftungssystem kann bis zu 90 Prozent der Wärmeenergie wiedergewonnen werden, die ansonsten beim Lüften durch geöffnete Fenster entweichen würde. An sich eine super Sache, aber diese Anlagen kosten jedes Jahr Abermillionen von Insekten das Leben. Massenweise tote Insekten in den Filtern Auch unsere zentrale Lüftungsanlage hat sich rasch als Insektenfalle herausgestellt: Beim Filterwechsel fanden wir massenweise tote Florfliegen und andere Fluginsekten im Gerät. Die Tiere sind wohl über die Luftansaugung reingekommen, jedoch nicht mehr heraus. Wir haben uns daher die Luftansaugung auf der Außenseite näher angeschaut: Das Gitter dort war derart grobmaschig, dass auch relativ große Insekten in die Lüftung gelangen konnten. Wir mussten also etwas tun.
von Oli Zwirner 24. Dezember 2024
Pünktlich zu Weihnachten ist es im Garten (abgesehen von zig Vögeln) eher ruhig und viele Bewohner sind in der Winterruhe. Wir nutzen die Zeit zur Vorbereitung von Vorträgen, Gartenführungen, für die Planung neuer Lebensräume bzw. Biotope und für die Pflege unserer Website. Nebenbei haben wir gerade drei Igel vom Igelhilfeverein gepäppelt, die diese Woche in den Winterschlaf gehen durften. "Gute Nacht!" ist da nicht der richtige Gruß, eher "Guten Winter!" :-)
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